Freitagstreff in Groß Bieberau Vortrag  von Waltraud Spindre

Probleme mit den Haaren? – Schau auf den Darm

Interessante Aufschlüsse über den Zusammenhang von Haarproblemen, wie z. B. dem Haarausfall und der Darmfunktion ergaben die Ausführungen von Frau Waltraud Spindre, Friseurmeisterin und Naturheilkundlerin aus Fürth im Odenwald.

Jeder fragt sich, wie Darm und Haare etwas miteinander zu tun haben können, da sie doch relativ weit auseinander liegen. Doch der Körper sollte bei gesundheitlichen Problemen immer in seiner Gesamtheit gesehen werden, wie Frau Spindre betonte - also auch die Tatsache, dass jedes einzelne Haar über kleinste Blutgefäße an den Haarwurzeln mit dem Darm in Verbindung steht und mit ihm „korrespondiert“.  Beim Thema Haarausfall und bei allen Kopfhaut- und Haarproblemen spielt er eine bedeutende Rolle, so Frau Spindre. Die Schleimhäute des Verdauungstraktes haben ihre eigene spezifische Bakterienbesiedlung, die die Verdauungsarbeit leisten. Befinden sich z. B. im Darm diese von der Natur vorgegebenen Bedingungen nicht im Gleichgewicht (Dysbakterie), vielleicht als  Folge fortdauernder falscher Ernährung oder auch aufgrund psychischer Belastungen, so ist dort ein gestörtes Milieu die Folge. Daraus resultieren die verschiedensten Krankheitsbilder (z. B. das allergiezuständige Leaky-Gut–Syndrom), besonders aber auch Haarausfall, da die Haarwurzeln nicht mehr ausreichend mit den nötigen Nährstoffen versorgt werden können.

Typische Anzeichen dafür, dass „das Fass am Überlaufen ist“ sind: Belegte Zunge, eiternde Mandeln, Schweißfüße, Zahnbelag, übelriechender Schweiß usw.

Anschaulich verdeutlichte Frau Spindre  den Vergleich mit Pflanzen, die verkümmern oder sogar eingehen, wenn sie am falschen Platz stehen, also nicht in einem gesunden Milieu wachsen können.

Auch eine vorliegende Übersäuerung des Körpers (Azidose) begünstigt unter anderem Kopfhaut- und Haarprobleme. Dabei wird durch Verdickung des Blutes

die Haarversorgung über die Haarwurzeln erschwert. Hinzu kommt,  dass im Bemühen des Organismus der Übersäuerung entgegenzusteuern, dieser dem eigenen Körper und auch der Haarversorgung wichtige Mineralstoffe wie Calcium, Eisen usw. entzieht.

Was kann man tun?

Zunächst heißt es, auf eine gesunde Lebensweise zu achten. Die Ernährung sollte grundsätzlich überwiegend aus „L e b e n s mitteln“, also lebendigem Essen (Salat, Gemüse, Obst usw.) und nicht zu sehr aus erhitzten, also „toten“ Nahrungsmitteln bestehen. Zudem sind diese oft mit ungesunden chemischen Zusätzen angereichert. Sparsamer Konsum von tierischem Eiweiß, von Alkohol, Kaffee, Nikotin, stark säurebildenden Produkten, vorsichtige Medikamenteneinnahme,  dazu ausreichend Bewegung, wenig Stress usw. sind außerdem angesagt. Für die Kopfhautpflege (auch Körperpflege) eignen sich basische Mittel (wenig säureproduzierende Mittel), da die Haut basisch ist.

Grundsätzlich gilt: Man sollte mit seiner Lebensweise dem Körper die Chance geben, dass er sich  s e l b s t  helfen kann.

Bevor Frau Spindre sich den zahlreichen Fragen der Gäste noch zur Verfügung stellte, schloss sie ihre Ausführungen mit den Worten:

„Wir sollten unserem Organismus danken, dass er trotz der Sünden, die wir ihm antun, immer wieder versucht, alles ins rechte Lot zu bringen“. 

Auch an diesem Nachmittag wurden Kaffee und Kuchen genossen, obwohl beides auf der Gesundheitsliste wohl weiter hinten rangiert.

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